Ihr Leben

Einen Menschen - zumal einen so vielschichtigen wie Regine Hildebrandt - umfassend darzustellen ist ein nahezu unmögliches Unterfangen. Einen kleinen Zugang bieten aber die Vita und viele Kleinigkeiten, die einen Menschen ausmachen. Wir haben versucht, an Hand kleiner „Splitter" die bunten Facetten von Regine Hildebrandt darzustellen. 

 
Flyer Regine-Hildebrandt-Preis

Regine-Hildebrandt-Preis 2005

Angesichts der zahlreichen, sehr überzeugenden Bewerbungen hat sich die Jury für die Vergabe des „Regine-Hildebrandt-Preises“ entschieden, den mit 20.000 € dotierten Preis auch in diesem Jahr zu teilen und gleichrangig an zwei Initiativen zu vergeben.

Der „Regine-Hildebrandt-Preis“ 2005 geht mit je 10.000 € an:

Rückenwind e.V. – Begegnungs- und Erlebniszentrum Schönebeck, Sachsen-Anhalt
und an das
Berufliche Schulzentrum Wurzen, Sachsen.

Der Jury gehören an: Dr. Christine Bergmann (Schirmfrau), Marion Hildebrand, Frauke Hildebrandt, Sigrid Keler, Carla Kniestedt, Dagmar Künast, Dr. Gerlinde Kuppe, Ingrid Stolpe und Simone Violka sowie der Generalsekretär der SPD Klaus Uwe Benneter.

Soziales Engagement und politische Gestaltung der sozialen Rahmenbedingungen waren der rote Faden im Leben von Regine Hildebrandt. Der nach ihr benannte Preis wird in diesem Jahr bereits zum vierten Mal vergeben. Er ist dem Andenken Regine Hildebrandts gewidmet und soll in erster Linie gesellschaftliche Gruppen würdigen, die sich in ihrem Sinne in besonderem Maße für die Menschen in Ostdeutschland einsetzen.
Der Preis wird am 26. November 2005 – dem Todestag von Regine Hildebrandt - verliehen. Die Preisverleihung findet im Willy-Brandt-Haus Berlin statt.
 
Der Jury war es in diesem Jahr wichtig, die Arbeit für und mit Jugendlichen besonders zu würdigen.
Sie hat daher einen Preis an das Begegnungs- und Erlebniszentrum Rückenwind e.V. vergeben. Diese Initiative unterstützt junge Menschen und deren Familien so, dass trotz schwieriger Ausgangspositionen, Fehlentwicklungen und Desorientierungen das Leben gelingen kann. Im Vordergrund steht dabei nicht Dozieren und Anleiten, sondern Anstiften, Motivieren und Mitmachen. Dies betrifft Projekte des betreuten Wohnens, Täter-Opfer-Ausgleich, bis hin zum Jugendaustausch mit Rumänien.

Ein weiterer Preis wurde an das Berufliche Schulzentrum Wurzen vergeben. Dieses Schulzentrum betreibt seit drei Jahren ein Jugendbegegnungsprojekt mit SchülerInnen aus dem Muldetalkreis, der Stadt Hannover und der Stadt Auschwitz. Zweimal im Jahr fahren die Jugendlichen für zwei Wochen nach Auschwitz, führen dort beispielsweise Reparaturarbeiten in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers durch und begegnen polnischen Jugendlichen bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten.
Beim Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen werden dann Jugendeinrichtungen in Hannover und in Wurzen instand gesetzt.
Ein sehr konkreter Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa.