| Regine-Hildebrandt-Preis 2008 |
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Die Jury für die Vergabe des „Regine-Hildebrandt-Preises" hat gestern entschieden, den mit 20.000 Euro dotierten Preis angesichts überzeugender Bewerbungen für herausragendes Bürgerengagement zu vergeben, das für viele beispielhaft geworden ist. Der „Regine-Hildebrandt-Preis" 2008 geht mit je 10.000 Euro an:
Zu den Preisträgern: Die Bürgerinitiative „Freie Heide" und die Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel" e.V. wurden 1992 bzw. 2002 gegründet, um für eine friedliche Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide im Interesse der in der Region lebenden Menschen und der Umwelt zu kämpfen. Beide Initiativen zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie ideenreich und mit großer Beharrlichkeit für die Belange der Region eintreten - sowohl mit Mitteln des Rechtsstaats als auch durch politische Überzeugungsarbeit. Beide Initiativen stehen auch für ein länderübergreifendes Netzwerk, dem sich auch die Landesregierungen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, Industrie- und Handelskammern, Tourismusverbände, Bürgermeister, Landräte und weitere lokale Initiativen angeschlossen haben. Die Tschernobyl-Hilfe Stralsund e.V. wurde 1991 gegründet, um von der Tschernobyl- Katastrophe betroffenen Kindern zu helfen. Diese Kinder müssen mit schwersten Behinderungen und Missbildungen leben. Der Verein lädt jährlich Kinder aus Weißrussland zu einem 4-wöchigen Ferienlager nach Stralsund ein und organisiert darüber hinaus regelmäßige Hilfsgütertransporte nach Weißrussland. Die Vereinsmitglieder sind selbst vor Ort unterwegs, um die Verteilung der Hilfsgüter zu überwachen und das persönliche Gespräch mit betroffenen Familien zu suchen. Dies geschieht unter schwierigsten Verhältnissen und gegen massive behördliche Widerstände. Der Jury des „Regine-Hildebrandt-Preises" gehören an: Dr. Christine Bergmann (Schirmherrin), SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, Petra Heß, Frauke Hildebrandt, Marion Hildebrand, Sigrid Keler, Carla Kniestedt, Dr. Gerlinde Kuppe, Ingrid Stolpe und Simone Violka. Soziales Engagement und politische Rahmenbedingungen waren der rote Faden im Leben von Regine Hildebrandt. Der nach ihr benannte Preis wird in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Er ist dem Andenken Regine Hildebrandts gewidmet und soll in erster Linie gesellschaftliche Gruppen würdigen, die sich im Sinne dieser außergewöhnlichen Frau und großen Sozialdemokratin engagieren. Der Preis wird am 26. November 2008, dem Jahrestag des Todes von Regine Hildebrandt verliehen. Die Preisverleihung findet im Willy-Brandt-Haus in Berlin statt. |